Martin Stadtfeld
Seit 70 Jahren sind wir ein engagierter Mitgestalter von Konzerten in Bayreuth, um Musik als Erlebnis für jede Generation neu und offen erfahrbar werden zu lassen. Sinfoniekonzerte, Kammermusik, Duo- und Solo-Abende sowie Kinderkonzerte organisieren wir mit international bekannten Künstlerinnen und Künstlern auf höchstem Niveau.
Klassik, Musik, klassische Musik, Konzerte, Events, Bayreuth, Kultur, Kunst, Klavier, Streicher, Violine
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02.06.2021 · 20 Uhr | Das Zentrum

 

Martin Stadtfeld

 

Klavier

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Johann Sebastian Bach: Französische Ouvertüre h-moll BWV 831

 

Händel/Stadtfeld: Lascia ch’io pianga (aus »Rinaldo« HWV 7)

 

Händel/Stadtfeld: Will the sun forget to streak (aus »Solomon« HWV 67)

 

Ludwig van Beethoven: Klaviersonate Nr. 32 c-moll op. 111
Mit Moderation von Martin Stadtfeld

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→ Bei diesem Konzert wird ein den Kulturfreunden nahestehender Arzt bei Bedarf Besucher auf das Coronavirus testen. Die Testzeit beginnt 60 Minuten und endet 30 Minuten vor Konzertbeginn. Die Tests werden nahe dem Eingang des Zentrums vorgenommen.

© Henning Ross
© Henning Ross

Martin Stadtfeld

Begonnen hat die Liebe von Martin Stadtfeld zur Klassik mit einem Klavier vom Räumungsverkauf. Schon mit sieben Jahren stand sein Berufswunsch fest: Konzertpianist. Früh erkundet er die Regeln und Geheimnisse von Kontrapunkt und Harmonielehre; als Jungstudent kam er in Frankfurt in die Klasse von Lev Natochenny und gewann erste Preise in Paris und Bozen. 2002 gewann er sensationell als erster Deutscher den renommierten Leipziger Bach Wettbewerb, für ihn eine Auszeichnung mit Symbolcharakter, denn die Musik von Johann Sebastian Bach ist für ihn das „A und O“, das Cape Canaveral der Musik, denn von hier aus führen für ihn alle Wege in den Kosmos der Musikgeschichte. Kein Wunder also, dass Stadtfelds erste CD-Aufnahme für Sony Classical wie eine Rakete zündet: Ausgerechnet mit einem der heikelsten Werke der gesamten Klavierliteratur, mit Bachs „Goldberg-Variationen“, beginnt der 22-jährige Pianist seine Aufnahme-Karriere, noch dazu bei dem Label, das mehrere Referenz-Aufnahmen des Werkes (u.a. zwei von Glenn Gould, eine von Murray Perahia) im Katalog hat. Das Presse-Echo ist weltweit groß, in Deutschland erobert das Album auf Anhieb die Top-Position der Klassik-Charts und auch die nachfolgenden Alben werden Bestseller. Inzwischen ist Martin Stadtfeld heimisch auf den berühmten Konzertpodien der Welt und Gast bei den großen Orchestern und Festivals.
Doch trotz des Erfolges hat Martin Stadtfeld sich seine Unverkrampftheit bewahrt, ob beim Üben im heimischen Klavier-Studio mitten im Ruhrgebiet, bei der Zusammenstellung von beziehungsreichen Konzertprogrammen oder beim Komponieren eigener Werke. „Musik wirkt sehr unmittelbar auf uns Menschen. Einfache Harmonien können in jedem von uns etwas auslösen. Daher steht Musik für Menschlichkeit, für universelle Gefühle wie Trost, Hoffnung – und auch eine ständige Auseinandersetzung mit uns selbst.“
Das Heranführen von Kindern und Jugendlichen an die klassische Musik ist für Martin Stadtfeld eine Herzensangelegenheit: „Die klassische Musik ist inzwischen aus der Mitte der Gesellschaft an den Rand gedrängt worden. Wenn man Kinder befragt, was sie hören, so ist das ganz selbstverständlich Pop-Musik. Selbstverständlich deswegen, weil vielfach schon ihre Eltern nie etwas anders als populäre Musik gehört haben. Umso wichtiger ist eine frühe Begegnung mit der Welt der klassischen Musik.“ Unter diesem Gesichtspunkt hat Stadtfeld zum Beethoven-Jubiläumsjahr mit dem SWR und Sony Classical ein Album für Kinder und Jugendliche, „Mein Beethoven“, veröffentlicht.
2021 erscheint nach Stadtfelds eigenen „Händel Variationen“ mit „Piano Songbook“ sein erstes Album mit eigenen Bearbeitungen bekannter Klassik-Melodien von Bach, Vivaldi, Schumann, Dvořák u.a. und 10 eigenen, kurzen „Piano Songs“. Die Noten zum Album erscheinen beim Schott Verlag.

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