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Seit 70 Jahren sind wir ein engagierter Mitgestalter von Konzerten in Bayreuth, um Musik als Erlebnis für jede Generation neu und offen erfahrbar werden zu lassen. Sinfoniekonzerte, Kammermusik, Duo- und Solo-Abende sowie Kinderkonzerte organisieren wir mit international bekannten Künstlerinnen und Künstlern auf höchstem Niveau.
Klassik, Musik, klassische Musik, Konzerte, Events, Bayreuth, Kultur, Kunst, Klavier, Streicher, Violine
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© Andreas Fleck
© Andreas Fleck

04.05.2022 · 20.00 Uhr | DAS ZENTRUM

 

Minguet Quartett / Claire Huangci

 

Ulrich Isfort: 1. Violine
Annette Reisinger: 2. Violine
Aida-Carmen Soanea: Viola
Matthias Diener: Violoncello
Claire Huangci: Klavier

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Johann Sebastian Bach:
Die Kunst der Fuge Contrapunctus 1 (Streichquartett)

 

Sofia Gubaidulina:
Reflections on the Theme B-A-C-H für Streichquartett (2002)

 

Johann Sebastian Bach:
Die Kunst der Fuge Contrapunctus 4 (Klavier)

 

Sofia Gubaidulina:
Invention für Klavier (1974)

 

Johann Sebastian Bach:
Die Kunst der Fuge Contrapunctus 6 (Streichquartett)

 

Sofia Gubaidulina:
Streichquartett Nr. 1 (1971)

 

Johann Sebastian Bach:
Die Kunst der Fuge Contrapunctus 9 (Klavier und Streichquartett)

 

Robert Schumann:
Klavierquintett Es- Dur op. 44

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© Frank Rossbach
© Frank Rossbach

Minguet Quartett

Das Minguet Quartett – gegründet 1988 – zählt heute zu den international gefragtesten Streichquartetten und gastiert in allen großen Konzertsälen der Welt, wobei seine so leidenschaftlichen wie intelligenten Interpretationen für begeisternde Hörerfahrungen sorgen – „denn die Klang- und Ausdrucksfreude, mit der das Ensemble die Werke zur Sprache bringt, belebt noch das kleinste Detail“ (Frankfurter Allgemeine Zeitung). Namenspatron ist Pablo Minguet, ein spanischer Philosoph des 18. Jahrhunderts, der sich in seinen Schriften darum bemühte, dem breiten Volk Zugang zu den Schönen Künsten zu verschaffen: Das Minguet Quartett fühlt sich dieser Idee mehr denn je verpflichtet.
Das Minguet Quartett ist Gast der Salzburger Festspiele 2020 und 2021. Ein Konzert beim Kissinger Sommer 2020 konnte coronabedingt nicht realisiert werden. Zukünftige Projekte ab 2020/21 umfassen u.a. Konzerte in der Kölner Philharmonie, der Bayerischen Akademie der Schönen Künste München, der Meistersingerhalle Nürnberg und der Conway Hall London, beim Internationalen Brucknerfest Linz, den Tutzinger Brahmstagen, den Meister & Kammerkonzerten Innsbruck, bei L’Art pour l‘Art Lausanne und den Festspielen Herrenchiemsee.
In der Saison 2019/20 gastierte das Ensemble zuletzt beim Grafenegg Festival, dem Schwetzinger Mozartfest, der Internationalen Stiftung Mozarteum Salzburg, dem Festival Ultraschall Berlin und De Doelen Rotterdam. Ferner stand eine ausgedehnte USA-Tournee mit Station in Washington DC auf dem Programm. Das Jahr 2019 beinhaltete Gastspiele bei der Kammermusikwoche Schloss Elmau, im Lincoln Center New York, SouthBank Centre London, Wiener Konzerthaus, in der Philharmonie Skopje, beim Nymphenburger Sommer München, Mozartfest Würzburg und beim Internationalen Schubert-Fest Dortmund. 2018 war das Quartett zu Gast in der Elbphilharmonie Hamburg, beim Beethovenfest Bonn, den Schwetzinger Festspielen, Badenweiler Musiktagen, bei EuroArt Prag sowie beim Mosel Musikfestival u.a. sowie darüber hinaus Dozenten-Ensemble in residence an der Hochschule für Musik und Tanz Köln. Vorangegangene Spielzeiten führten in die Berliner Philharmonie, die Staatsoper Berlin, das Konzerthaus Berlin, die Alte Oper Frankfurt, das Muziekgebouw Amsterdam, die Library of Congress Washington DC und The University of Hong Kong, zum Festival d’Automne Paris, BOZAR MUSIC Brüssel, zum Tongyeong International Music Festival Korea sowie zu weiteren Festivals und in große Konzertsäle innerhalb Europas, in Japan, Mittel- und Südamerika, Kanada und den USA.
Das Minguet Quartett konzentriert sich auf die klassisch-romantische Literatur sowie die Musik der Moderne gleichermaßen und engagiert sich durch zahlreiche Uraufführungen für Kompositionen des 21. Jahrhunderts. Begegnungen mit bedeutenden Komponisten unserer Zeit inspirieren die vier Musiker zu immer neuen Programmideen. Die erstmalige Gesamtaufnahme der Streichquartette von Wolfgang Rihm, Peter Ruzicka und Jörg Widmann zählen zu den bedeutendsten Projekten. Anlässlich des 70. Geburtstages des Komponisten Manfred Trojahn erschien im Herbst 2019 die Ersteinspielung seines einstündigen 2. Streichquartetts mit Klarinette und Mezzosopran nach Gedichten von Georg Trakl auf CD. Ein Höhepunkt der letzten Jahre war die Aufführung von Karlheinz Stockhausens Helikopter-Streichquartett im Rahmen eines Konzeptes des Dirigenten Kent Nagano. Programmatische Schwerpunkte 2021/22 werden u.a. die runden Geburtstage von Alexander Zemlinsky, Sofia Gubaidulina, Wolfgang Rihm und Glenn Gould sein.
Partner des Minguet Quartetts sind u.a. die Sopranistin Juliane Banse, die Mezzosopranistin Tanja Ariane Baumgartner, der Bariton Dietrich Henschel, die Klarinettisten Matthias Schorn und Thorsten Johanns, die Pianisten Michael Korstick und Matthias Kirschnereit, der Bratschist Gérard Caussé, die Cellisten Jens Peter Maintz und Christoph Richter sowie der Bandoneonist Victor Villena. Als Solistenquartett musizierte das Ensemble mit dem WDR Rundfunkchor, den Rundfunksinfonieorchestern DSO, des SR, hr und WDR sowie dem Brucknerorchester Linz unter den Dirigenten Jukka-Pekka Saraste, Markus Stenz und Peter Ruzicka. Weitere solistische Kooperationen folgen mit dem ORF Radio-Symphonieorchester Wien unter Ilan Volkov im Rahmen der Salzburger Festspiele 2021, mit den Nürnberger Symphonikern sowie der Deutschen Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern.
Mit der aktuellen CD-Gesamteinspielung der Streichquartettliteratur von Felix Mendelssohn Bartholdy, Josef Suk und Heinrich von Herzogenberg (Label cpo) präsentiert das Minguet Quartett seine große Klangkultur und eröffnet dem Publikum die Entdeckung eindrucksvoller Musik der Romantik. Im April 2020 erschien eine CD mit Streichquartetten von Emil Nikolaus von Reznicek, in den kommenden Jahren wird das Ensemble die vollständige Kammermusik von Heinrich Kaminski und Walter Braunfels sowie Musik von Alberto Evaristo Ginastera und das einzigartige Streichquartett von Glenn Gould auf CD vorlegen. 2010 wurde das Minguet Quartett mit dem ECHO Klassik sowie 2015 mit dem renommierten französischen Diapason d’Or des Jahres ausgezeichnet, im Juni 2020 für das Stipendium RELOAD der Kulturstiftung des Bundes ausgewählt.

© Mateusz Zahora
© Mateusz Zahora

Claire Huangci

Die junge Pianistin Claire Huangci, Gewinnerin des ersten Preises sowie des Mozartpreises beim Concours Géza Anda 2018, zieht ihr Publikum durch „glitzernde Virtuosität, gestalterische Souveränität, hellwache Interaktion und feinsinnige Klangdramaturgie“ (Salzburger Nachrichten) in den Bann. Von einem unbändigen Forschergeist beseelt beweist sie ihre Wandlungsfähigkeit mit einem ungewöhnlich breiten Repertoire von Bach und Scarlatti über die deutsche und russische Romantik bis hin zu Bernstein, Gulda oder Corigliano.
In Solorezitalen und als Partnerin internationaler Orchester konzertierte Claire Huangci bereits in bedeutenden Konzertsälen wie der Carnegie Hall New York, der Suntory Hall Tokyo, dem NCPA Beijing, der Philharmonie de Paris, dem Gasteig München, dem Gewandhaus Leipzig, der Elbphilharmonie Hamburg und der Franz Liszt Akademie Budapest sowie auf renommierten Festivals wie dem Lucerne Festival, dem Verbier Festival, dem Schleswig-Holstein Musik Festival, dem Rheingau Musik Festival oder dem Klavierfestival Ruhr. Orchester wie das Mozarteumorchester Salzburg, das Radio-Sinfonieorchester Stuttgart, das Tonhalle-Orchester Zürich, das ORF Radio-Symphonieorchester Wien, das China Philharmonic Orchestra und das Vancouver Symphony Orchestra, sowie Dirigenten wie Sir Roger Norrington, Eva Ollikainen, Mario Venzago, Cornelius Meister und Elim Chan zählten dabei zu ihren geschätzten Partnern.
Zum Saisonstart 2020/21 beeindruckte sie durch ihre packende Interpretation der Lisztschen Transkription von Beethovens 6. Symphonie, die sie anlässlich des Beethovenjahres vielerorts aufführte, unter anderem für das Rheingau Musikfestival in dessen Zusammenarbeit mit der Streamingplattform MagentaMusik 360 sowie beim Klavierfestival Ruhr, wo sie das Werk mit der 7. Symphonie paarte. Nach Auftritten im Klavierduo mit Alexei Volodin an der Elbphilharmonie Hamburg sowie mit ihrem Trio Machiavelli anlässlich dessen neuer CD ist ein Highlight im Herbst 2020 ihre Rezitaltournee durch die Großen Säle des Wiener Konzerthauses, der Berliner Philharmonie sowie der Elbphilharmonie Hamburg. Ein wichtiges Rezital-Debüt steht zudem im Frühjahr in ihrer Heimat in der „Great Performers Series“ am Lincoln Center New York an. Orchesterengagements führen sie unter anderem zur Deutschen Radiophilharmonie Saarbrücken, dem Museumsorchester Frankfurt und zum Slovak Philharmonic Orchestra. Das Nordic Chamber Orchestra leitet sie vom Klavier aus mit Konzerten von Mozart und Chopin.
Gestartet hatte Claire Huangci ihre internationale Karriere bereits im Alter von neun Jahren mit Konzertauftritten und Wettbewerbserfolgen. Wichtige Impulse erhielt sie von ihren Lehrern Eleanor Sokoloff und Gary Graffman am renommierten Curtis Institute of Music in Philadelphia, bevor sie 2007 zu Arie Vardi nach Hannover wechselte. Besonders als ausdrucksstarke Chopin-Interpretin fiel sie zu Beginn ihrer künstlerischen Laufbahn auf, nicht zuletzt durch erste Preise bei den Chopin-Wettbewerben in Darmstadt und Miami (2009/2010). Zudem gewann sie als jüngste Teilnehmerin den 2. Preis beim Internationalen ARD Musikwettbewerb 2011.
Nach der Debüt-CD mit Solowerken von Tschaikowsky und Prokofjew und einem Doppelalbum mit Scarlatti-Sonaten (Preis der Deutschen Schallplattenkritik sowie „Editor’s Choice“ des Magazins Gramophone) erschienen 2017 Claire Huangcis vielgelobte Einspielung der Nocturnes von Chopin und 2018 die kompletten Préludes von Sergej Rachmaninow. Auf Aufnahmen von Beethovens Violinkonzert in der Klavierfassung sowie der Fanta-sie für Klavier und Orchester von Schubert/Kabalewski mit dem RSO Wien folgte im Herbst 2019 ihr Orchester-Album mit der Deutschen Radiophilharmonie Saarbrücken unter Shiyeon Sung, eine Einspielung der frühen Klavierkonzerte von Chopin und Paderewski. Im Sommer 2020 legte sie mit ihrem Trio Machiavelli ihr erstes Kammermusikalbum mit Interpretationen von Ravels Klaviertrio sowie Chaussons Klavierquartett vor: „eine insgesamt beglückende Neuaufnahme (…) herrlich transparent, zugleich expressiv.“ (BR Klassik).