Konzert7_Barragan_Slowak
Seit 70 Jahren sind wir ein engagierter Mitgestalter von Konzerten in Bayreuth, um Musik als Erlebnis für jede Generation neu und offen erfahrbar werden zu lassen. Sinfoniekonzerte, Kammermusik, Duo- und Solo-Abende sowie Kinderkonzerte organisieren wir mit international bekannten Künstlerinnen und Künstlern auf höchstem Niveau.
Klassik, Musik, klassische Musik, Konzerte, Events, Bayreuth, Kultur, Kunst, Klavier, Streicher, Violine
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© Luis Castilla
© Luis Castilla

07.02.2021 · 17.00 + 20.00 Uhr | Das Zentrum

 

Pablo Barragán /
Slowakisches Kammerorchester

 

Ewal Danel: Künstlerischer Leiter
Pablo Barragán: Klarinette

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Joaquín Turina:
La oración del torero

 

Manuel de Falla:
Danza ritual del fuego

 

Claude Debussy:
Première Rhapsodie pour clarinette

 

Béla Bartók:
Rumänische Volkstänze Sz 56

 

Göran Fröst:
Klezmer Tänze

 

Leoš Janáček:
Suite für Streichorchester

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→ Weitere Informationen zur Veranstaltung folgen

© Luis Castilla
© Luis Castilla

Pablo Barragán

Mit Musik kann man sagen, was anders nicht auszudrücken ist; Musik macht Unfassbares greifbar und berührt auf eine einmalige Art und Weise. Pablo Barragán schafft es meisterhaft bereits mit der ersten Note diese besondere Verbindung zu seinem Publikum herzustellen. Sein Spiel ist differenziert, elegant und perfekt nuanciert. Er möchte Geschichten erzählen, Emotionen vermitteln und für jedes Werk eine eigene Farbpalette kreieren.
Solistische und kammermusikalische Auftritte führen ihn immer wieder durch ganz Deutschland und Europa – so bspw. in die Philharmonie Berlin, zum Bayerischen Rundfunk nach München, in die Laieszhalle Hamburg, die Tonhalle Zürich, zur Konzertgesellschaft Basel, ins Auditori Barcelona oder ins Athenaeum nach Bukarest.
Pablo Barragáns Neugierde lässt ihn gemeinsam mit Orchestern wie dem Sinfonieorchester Basel, den Hamburger Symphonikern, dem Orquesta de Radio Television Española, der Slowakischen Philharmonie sowie dessen Kammerorchester, dem Macedonian Philharmonic Orchestra oder dem Málaga Philharmonic Orchestra unter Dirigenten wie Clemens Schuldt, Adrian Pravaba oder Gabriel Feltz immer wieder neue Interpretationen entdecken.

 

Die Intimität von Kammermusik wiederum eröffnet ganz andere Perspektiven, Emotionen und Farben, die den jungen Musiker stark prägen. Das gemeinsame Musizieren mit bspw. Martha Argerich, Viviane Hagner oder dem Schumann und Novus Quartett, bei Festivals wie dem Martha Argerich Festival, Lucerne Festival, Menuhin Festival Gstaad, Schleswig-Holstein Musik Festival, Young Euroclassics Berlin Festspielen, Festspiele Mecklenburg-Vorpommern oder dem Bratislava Music Festival sind für ihn daher genauso von Bedeutung wie seine Solokonzerte.
Seine Freundschaft und das gemeinsame Musizieren mit Juan Pérez Floristán (Klavier) und Andrei Ioniţă (Violoncello) führte 2018 zur Veröffentlichung seiner vielfach gelobten Debüt-CD mit Brahms Klarinettentrio und Sonaten beim spanischen Label IBS. Gemeinsame Konzerte der Künstler führen sie seitdem in die renommierten Musikzentren Europas.
Barragán wurde mit dem Prix Credit Suisse Jeunes Solistes 2013 und der damit verbunden Einladung zum Lucerne Festivals im selben Jahr ausgezeichnet. Außerdem ist er Preisträger verschiedener internationaler Wettbewerbe wie dem ARD Musikwettbewerb 2012, dem Juventudes Musicales de España 2011 oder dem European Music Competition for Youth 2011 (EMCY).

 

Madrid bevor er nach Berlin zur Barenboim-Said Foundation und Matthias Glander wechselte. Daneben war er Mitglied des West-Eastern-Divan Orchestras, unter der Leitung von Maestro Daniel Barenboim. 2009 ging er als Stipendiat der Fundación Caja Madrid an die Musikakademie Basel, wo er in der Meisterklasse von François Benda studierte. Auch in den Meisterkursen von Martin Fröst, Charles Niedich und Dimitri Ashkenazy erhielt er neue Impulse.
Pablo Barragán ist exklusiver Backun Künstler und spielt auf Backun Lumière Klarinetten. Als Vertreter von D‘Addario und Silverstein engagiert er sich in seiner Heimat Spanien mit Meisterkursen und als Professor des Orchestra Joven de Andalucía in der Nachwuchsförderung.

© Jan F. Lukas
© Jan F. Lukas

Slowakisches Kammerorchester

Das Slowakische Kammerorchester wurde 1960 aus den Slowakischen Philharmonikern von dem herausragenden Geiger mit schlesischen Wurzeln, Bohdan Warchal (1930–2000), gegründet und zählte bald zu einem der beliebtesten Ensembles der klassischen Musik in der Slowakei. Unter der Leitung von Bohdan Warchal entwickelte es sich zu einem der prominentesten Vertreter der slowakischen darstellenden Kunst im Ausland. Musik aus dem Barock bildete das Hauptrepertoire des Ensembles, später auch Musik aus dem 19. und 20. Jahrhundert sowie viele Erstaufführungen von Werken slowakischer und ausländischer Komponisten. Warchal leitete das Orchester fast 40 Jahre lang. Sein Nachfolger ist Ewald Danel, der seit 2001 künstlerischer Direktor ist. Das Repertoire des verjüngten Ensembles hat sich inzwischen leicht in Richtung Romantik und Musik des 20. Jahrhunderts bewegt.

 

Neben regelmäßigen Konzerten in der Slowakischen Philharmonie und der Teilnahme an Festivals sowie Konzertreisen im Ausland präsentiert das Orchester viele außergewöhnlich interessante Projekte. So spielten sie in einem Konzert in der Slowakei zum ersten Mal Bachs sämtliche Orchestersuiten und Brandenburgische Konzerte, die zuletzt während der Konzertsaison 2017/2018 von Kaspar Zehnder dirigiert wurden. Sie führten nach und nach alle Concerti Grossi von Georg Friedrich Händel und Arcangelo Corelli auf, sowie die seltenen Streichersinfonien des jungen F. Mendelssohn Bartholdy und wiederholten Aufführungen von Händels Messias-Oratorium. Das Orchester hat dem slowakischen Publikum viele Werke berühmter internationaler Komponisten, die bisher in der Slowakei nicht gespielt wurden, nahe gebracht, hat die slowakische Premiere des Werkes „Acht Jahreszeiten“ von A. Vivaldi und A. Piazolla auf den Weg gebracht und eigene Arrangements von J. Ježeks Liedern vorgestellt. Das Orchester spielt eine wichtige Rolle bei der Präsentation der Werke slowakischer Komponisten und hat seit 2001 mehr als fünfzig Werke uraufgeführt. Während des Jahres der Slowakischen Musik 2016 nahmen sie zwei CDs mit Werken slowakischer Komponisten auf.
Regelmäßig geben sie Sonderkonzerte, nicht nur zu den Jubiläen bedeutender Komponisten, sondern mit einer „Hommage à Bohdan Warchal“ erinnern sie auch in einem speziellen Konzert an den außergewöhnlichen Beitrag, den ihr Gründer zur slowakischen Musikszene geleistet hat.

 

Im Rahmen eines Kirchenmusik-Projekts unterstützt das Slowakische Kammerorchester die Arbeit nichtprofessioneller Chöre. Diese Zusammenarbeit wurde inzwischen um die Arbeit mit nicht professionellen Kammerorchestern erweitert, in jüngster Zeit auch landesweit. Erwähnenswert ist, dass das Orchester weiterhin die fast zweihundert Jahre alte Bratislava-Tradition beibehält, Haydns sieben letzte Worte unseres Erlösers am Kreuz in der St.-Martin-Kathedrale am Palmsonntag aufzuführen, und weiterhin Konzerte für Behinderte anbietet. Das Orchester arbeitet regelmäßig mit renommierten slowakischen und ausländischen Künstlern zusammen und bereitet in fest etablierten Konzertzyklen bei den Slowakischen Philharmonikern und in Kooperation mit der Kinderuniversität Bratislava Konzerte für Kinder und Jugendliche vor.
Im Juli 2019 trat das Orchester beim Festival des Forêts in Compiègne (Frankreich) und in Zusammenarbeit mit der Cembalistin Barbara Maria Willi beim Festival Janáček und Luhačovice auf. Während der Konzertsaison 2019/2020 trat das Slowakische Kammerorchester auch beim Changwon International Chamber Music Festival in Korea auf. Anlässlich seines bevorstehenden 60-jährigen Jubiläums wird das Orchester im Oktober 2020 durch die Ostslowakei touren und im Dezember 2020 beim Weihnachtskonzert in Paris auftreten, im Februar 2021 wird es Konzerte mit dem Klarinettisten Pablo Barragán in Deutschland (Blaibach und Bayreuth) geben. Das Ensemble wird auch beim Festival Prešov Musical Spring 2021 auftreten.

Nächstes Konzert:

Michel Dalberto